Studie

Empirisches Design

Die empirisch angelegte Untersuchung zu alleinerziehenden Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen verknüpft quantitative Sekundäranalysen mit qualitativen Methoden.

In der Studie wird auf quantitative Daten zurückgegriffen, deren Auswertung auf relevante Dimensionen der Lebensform alleinerziehend in Verknüpfung mit Migrationshintergrund verweisen. Zu den Daten gehören u.a. die jüngeren Mikrozensus, das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) und Familien in Deutschland (FiD). Diese quantitativen Sekundäranalysen dienen der Vorbereitung der qualitativen empirischen Untersuchung, indem sie Aufschluss über die Struktur des Samples geben. Sie stellen darüber hinaus eine Bezugsgröße für die vergleichende Analyse dar.

Für die qualitative Befragung sollen Interviews mit ca. 60 Alleinerziehenden mit Migrationshintergrund unterschiedlicher Herkunftskontexte geführt werden. Darüber hinaus werden Gespräche mit Expertinnen und Experten aus der Sozialpolitik sowie der Unterstützungs- und Netzwerkarbeit einbezogen.

In theoretischer Orientierung u.a. am Lebenslagenansatz und am Capability-Ansatz nach Martha Nussbaum werden folgende Dimensionen fokussiert:

  • ökonomische Ressourcen/Einkommen/ Armut und Armutsgefährdung
  • Erwerbsorientierung
  • Bildungsstand/berufliche Qualifikation
  • Wohnkomfort
  • Rechtliche Dimensionen
  • (trans-)kulturelle und familiäre Netzwerke/professionelle Unterstützungsstrukturen
  • Gründe für das Zustandekommen dieser Lebensform
  • Selbstkonzepte/Lebensziele/Bewertung/Bewältigungsstrategien